Die ersten Monate als Software Tester

Die ersten Monate als Software Tester

Die ersten Monate als Software Tester 1800 1350 Thorsten Specht

In einem früheren Artikel habe ich bereits geschildert, wie mir der Quereinstieg als Software Tester gelungen ist. Nun möchte ich berichten, wie mein Einstieg als Software Tester verlaufen ist.

Ankommen, einarbeiten, loslegen: Schnellstart als Software Tester

Die ersten Tage als Software Tester verliefen nicht anders, als ich es von einem neuen Job erwartet hätte: im Unternehmen ankommen, den Rechner einrichten und erstmal zurechtfinden. Parallel hat mich mein Team – ein typisches Scrum-Team aus Devs, PO, Scrum Master und einem Tester – in das Tagesgeschehen eingebunden. In unserer Organisation bedeutet das vor allem, an Meetings teilzunehmen. Obwohl ich bereits im agilen Umfeld gearbeitet hatte, musste ich mich zunächst in die zahlreichen Scrum Zeremonien und deren durch das Team gefärbte Besonderheiten einfinden.

Mit meiner eigentlichen Arbeit, also Software zu testen, konnte ich bereits wenige Tage nach meinem Einstieg beginnen. Das macht den Quereinstieg in diesen Beruf so attraktiv: manuell explorativ testen kann prinzipiell jeder. Natürlich helfen Heuristiken, Techniken und persönliche Erfahrung dabei, Software gründlicher und vor allem effizient zu testen. Doch anders als etwa für einen Entwickler, sind keine Hardskills – zum Beispiel Programmierkenntnisse – zwingend nötig. So habe ich bereits in meinen ersten Tagen als Software Tester produktive Arbeit leisten können. Gleichzeitig konnte ich mich mit dem Projekt vertraut machen.

Hürden als Quereinsteiger: Testautomatisierung und Entwickler-Sprache

Von Beginn an war klar: früher oder später werde ich auch als Software Tester an der Testautomatisierung arbeiten. Was mir heute am meisten Spaß macht, machte mich anfangs nervös. Zwar half mir mein Mentor dabei, das Projekt aufzusetzen und erklärte mir die Struktur und Strategie unserer Automatisierung. Doch als Quereinsteiger als Software Tester mit rudimentären Programmierkenntnissen hatte ich großen Respekt davor, den Code anderer Leuten zu bearbeiten.

Neben der Testautomatisierung machte mir Anfangs die Sprache der Entwickler zu schaffen. Häufig fielen Begriffe, mit denen ich nichts anfangen konnte. Nicht nur in Meetings, auch in der Mittagspause hatte ich damit zu kämpfen. Die Sprache der Entwickler muss man erstmal lernen.

Eine weitere Hürde als Quereinsteiger ist es, das gesamte Entwicklungsgeschehen zu überblicken. So saß ich im Planning 2 oft mehrere Stunden, ohne eine einzige Diskussion fachlich verfolgen zu können. Im Refinement hob ich willkürlich Punkte, ohne den Entwicklungsaufwand abschätzen zu können. Und oftmals habe ich mich gefragt, ob ich als Tester in diesen Meetings überhaupt richtig bin.

Basiswissen für Quereinsteiger als Software Tester: Das ISTQB Foundation Level

Man mag von Zertifikaten halten, was man will: Besonders als Quereinsteiger ist das Basiswissen des ISTQB Foundation Level eine solide Grundlage, um als Software Tester zu arbeiten. Nach etwa 5 Monaten habe ich eine 3-tägige Schulung mit anschließender Prüfung für das Foundation Level absolviert, um das nach ISTQB geltende Basiswissen des Softwaretestens zu erlernen. Auch wenn das Format nicht mein bevorzugter Lernstil war, habe ich aus der Schulung hilfreiches Wissen mitgenommen, das ich bei meiner täglichen Arbeit als Software Tester im Hinterkopf behalte.

Neben standardisiertem Basiswissen und den Erfahrungen aus dem Berufsalltag sind vor allem Blog-Artikel und Literatur hilfreich. Ein paar Tipps für den Einstieg findest du in unserem Beitrag „Software Tester werden„. Weiterführende Literaturempfehlungen findest du in unseren Blogartikeln zum Thema Softwaretesten.

 

 
 
 

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